Foto: Øyvind Holmstad · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia CommonsÜber die Pflanze
Die Zitterpappel ist ein bis 20 Meter hoher Laubbaum mit glatter, grünlich-grauer Rinde. Die rundlichen bis herzförmigen Blätter haben lange, seitlich abgeflachte Blattstiele, wodurch sie schon bei leichtem Wind zu zittern beginnen. In Luxemburg wächst sie häufig auf Waldlichtungen, Kahlschlägen und als Pionierbaum auf Brachflächen. Die Kätzchen erscheinen im Frühjahr vor dem Blattaustrieb. Der Baum spielt eine wichtige ökologische Rolle als Erstbesiedler und Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten.
Bei Salicylat-Allergie (Aspirin-Unverträglichkeit) nicht verwenden. Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden.
Salicin, Populin, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle
Waldränder, Lichtungen, Kahlschläge, feuchte Standorte, Pionierflächen
Rinde und Knospen medizinisch bei Entzündungen, Rheuma und Hautleiden. Holz für Streichhölzer und Span. Knospen als Salbengrundlage (Pappelsalbe).
Kann mit anderen Pappelarten verwechselt werden, jedoch ungefährlich. Die charakteristisch flatternden Blätter sind jedoch eindeutiges Erkennungsmerkmal.
Die Zitterpappel galt in der keltischen und germanischen Mythologie als Baum zwischen den Welten. Das ständige Zittern der Blätter wurde als Gespräch mit den Geistern gedeutet. In der Volksmedizin nutzte man die Knospen seit Jahrhunderten zur Herstellung der berühmten Pappelsalbe gegen Hautleiden und Wunden. Der hohe Salicin-Gehalt macht sie zu einem natürlichen Aspirin-Lieferanten.
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