
Über die Pflanze
Der Wiesensauerampfer ist eine mehrjährige Wildpflanze, die auf nährstoffreichen Wiesen, Weiden und Wegrändern in ganz Luxemburg vorkommt. Die pfeilförmigen, säuerlichen Blätter sind besonders im Frühjahr beliebt und wurden traditionell als Wildgemüse genutzt. Die Pflanze entwickelt im Sommer rötlich-braune Blütenstände auf aufrechten Stängeln. In der luxemburgischen Landwirtschaft galt sie früher als Zeigerpflanze für gute Wiesenqualität. Der säuerliche Geschmack stammt von Oxalsäure und Vitamin C.
In größeren Mengen vermeiden bei Nierenproblemen, Rheuma und Gicht wegen hohem Oxalsäuregehalt. Nur junge Blätter verwenden, ältere Blätter enthalten mehr Oxalsäure. Mäßiger Verzehr empfohlen.
Oxalsäure, Vitamin C, Hyperosid, Vitexin, Gerbstoffe, Eisen, Kalium, Flavonoide
Fettwiesen, Weiden, Wegränder, nährstoffreiche Böden, feuchte Standorte bis 2000m Höhe
Junge Blätter roh in Salaten, Kräuterquark, Suppen (Sauerampfersuppe), gedünstet als Gemüse. Traditionell bei Frühjahrskuren. Volksheilkundlich bei Verdauungsbeschwerden und als blutreinigendes Mittel.
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) - weniger sauer, gröber; Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella) - zierlicher, sandige Böden. Keine giftigen Verwechslungspartner.
Der Sauerampfer war bereits bei Germanen und Kelten als Heil- und Nahrungspflanze bekannt. Im Mittelalter wurde er in Klostergärten kultiviert und galt als wichtiges Mittel gegen Skorbut auf langen Seereisen. In der luxemburgischen Volksmedizin wurde Sauerampfer traditionell bei Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt. Die Bauern nutzten ihn als Indikator für fruchtbare Wiesen.
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