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Wiesenbärenklau
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Essbar

Wiesenbärenklau

Heracleum sphondylium

Über die Pflanze

Der Wiesenbärenklau wächst auf Wiesen, Weiden und an Wegrändern in ganz Luxemburg, besonders häufig in den Ardennen und im Ösling. Die Pflanze wird 50-150 cm hoch und besitzt große, gefiederte Blätter mit hohlen, rau behaarten Stängeln. Die weißen bis rosafarbenen Blütendolden erscheinen von Juni bis September und sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Im luxemburgischen Volksmund wird die Pflanze manchmal als 'Bäreklauen' bezeichnet. Anders als der invasive Riesen-Bärenklau ist der heimische Wiesenbärenklau ungefährlich und eine wertvolle Wildpflanze.

Wichtiger Hinweis

Vorsicht: Enthält geringe Mengen Furanocumarine, die bei Hautkontakt und Sonneneinstrahlung leichte Hautreizungen verursachen können. Immer sicher vom giftigen Riesen-Bärenklau unterscheiden! Nur in Maßen verzehren. Bei empfindlicher Haut Handschuhe tragen.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Cumarine, Vitamin C, Mineralstoffe, Proteine, Flavonoide, Furanocumarine (in geringen Mengen)

Standort

Fettwiesen, Weiden, Wegränder, Gräben, feuchte Wiesen, Bachläufe, bis in montane Lagen

Verwendung

Junge Blätter und Triebe im Frühjahr als Gemüse oder Salat (sparsam, roh oder gekocht). Stängel geschält wie Spargel. Blütenknospen gedünstet. Samen als Gewürz. In der Volksheilkunde bei Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen eingesetzt.

Verwechslungen

WICHTIG: Verwechslung mit dem giftigen Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) möglich – dieser wird bis 3-5m hoch, hat rötlich gefleckte Stängel und verursacht schwere Hautverbrennungen! Auch Verwechslung mit anderen Doldenblütlern wie Schierling oder Hundspetersilie möglich. Sichere Bestimmung essentiell!

Historischer Hintergrund

Der Wiesenbärenklau wurde bereits in der Antike als Heil- und Nahrungspflanze geschätzt. Der Gattungsname Heracleum bezieht sich auf den griechischen Helden Herakles, was die Kraft der Pflanze symbolisiert. In der europäischen Volksmedizin galt sie als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und wurde zur Wundheilung verwendet. In ländlichen Regionen Luxemburgs wurden die jungen Triebe traditionell als Frühjahrsgemüse gesammelt, besonders in Notzeiten.

Galerie
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