Foto: Hello, I am Bruce on Flickr · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia CommonsÜber die Pflanze
In Luxemburg findet man die Wald-Kiefer vor allem auf sandigen Böden im Ösling und Gutland, besonders im Müllerthal. Der bis 40 Meter hohe Baum ist an seiner schirmförmigen Krone und den paarweise angeordneten, blaugrünen Nadeln erkennbar. Die rotbraune, schuppige Borke im oberen Bereich und die graubraune, tief gefurchte Rinde am Stammfuß sind charakteristisch. Junge Triebe und Zapfen wurden traditionell in der Volksmedizin genutzt.
Bei Asthma oder Keuchhusten sollten ätherische Öle nicht verwendet werden. Schwangere sollten auf innerliche Anwendung verzichten. Harz kann Hautreizungen verursachen.
Ätherische Öle (Alpha-Pinen, Beta-Pinen, Limonen), Harzsäuren, Vitamin C in Nadeln, Flavonoide, Terpene
Sandige, nährstoffarme Böden, trockene Standorte, Mischwälder, Heiden, von Tieflagen bis Mittelgebirge
Junge Triebe (Maiwipfel) für Hustensirup und Tee. Nadeln für Badezusätze bei Erkältungen. Harz früher für Wundheilung und als Klebstoff. Knospen kandiert als Delikatesse. Holz als Bau- und Brennmaterial.
Verwechslung mit anderen Kiefernarten möglich (Schwarzkiefer hat längere, dunklere Nadeln). Keine giftigen Doppelgänger unter heimischen Kiefern.
Die Wald-Kiefer war in der germanischen Mythologie ein heiliger Baum und Symbol der Unsterblichkeit. In Luxemburg und der Eifel wurde Kiefernharz traditionell zur Wundversorgung und als Räuchermittel genutzt. Die Maiwipfel galten in der Volksmedizin als wichtiges Hustenmittel und wurden zu Sirup verarbeitet. Kiefernwälder lieferten jahrhundertelang Harz für die Pechsiederei und waren wichtige Wirtschaftswälder.
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