
Über die Pflanze
In Luxemburg kommt hauptsächlich der Feld-Thymian (Thymus pulegioides) wild vor, während der Echte Thymian (Thymus vulgaris) meist kultiviert wird. Die niedrig wachsenden Pflanzen bilden polsterartige Bestände auf sonnigen, trockenen Standorten. Besonders an Kalkfelsen, Trockenrasen und Weinbergsmauern im Moseltal und den Minette-Regionen ist Thymian anzutreffen. Die Blütezeit von Mai bis September lockt zahlreiche Insekten an. Der intensive Duft verstärkt sich bei Sonneneinstrahlung.
In normalen Küchendosen unbedenklich. Thymianöl nicht unverdünnt innerlich anwenden. Schwangere sollten therapeutische Dosen meiden.
Ätherische Öle (Thymol, Carvacrol), Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine
Trockene Magerrasen, sonnige Hänge, Felsstandorte, Weinberge, kalkreiche Böden
Gewürz für Fleisch, Eintöpfe und mediterrane Gerichte. Tee bei Husten, Bronchitis und Verdauungsbeschwerden. Inhalation bei Atemwegserkrankungen. Äußerlich als Mundspülung oder in Salben.
Verwechslung mit anderen Thymian-Arten (alle essbar) oder Quendel möglich, aber ungefährlich. Unterscheidung von Bohnenkraut durch stärker verholzten Stängel und kleinere Blätter.
Thymian wurde bereits im alten Ägypten zur Einbalsamierung verwendet und galt in der Antike als Symbol für Mut und Kraft. Die Römer brachten die Pflanze nach Mitteleuropa, wo sie in Klostergärten kultiviert wurde. In der Volksmedizin Luxemburgs traditionell als 'Thermes' bekannt und gegen Erkältungen eingesetzt. Der Name leitet sich vom griechischen 'thymos' (Kraft, Mut) ab, was auf die stärkende Wirkung hinweist.
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