
Über die Pflanze
Die Schlehe ist die wilde Schwester der Pflaume und wächst in dornigen Hecken. Vor dem ersten Frost sehr herb, danach milder. Klassisch für Schlehenlikör.
Kerne enthalten Blausäure – nicht zerkleinern.
Gerbstoffe, Vitamin C, organische Säuren, Anthocyane
Hecken, Waldränder, trockene Hänge
Likör, Marmelade, Sirup
Junge Pflaumen (kultiviert)
Die Schlehe zählt zu den ältesten Wildobstarten Europas und wurde bereits in der Jungsteinzeit genutzt, wie Funde in Pfahlbauten belegen. In der Volksmedizin Mitteleuropas galten Schlehenblüten traditionell als blutreinigendes Mittel im Frühjahr, während die Früchte nach dem ersten Frost geerntet und zu Saft, Mus oder Schnaps verarbeitet wurden. Der dornige Strauch war in Luxemburg und angrenzenden Regionen wichtiger Bestandteil lebender Hecken zum Schutz von Weideflächen. In der germanischen Mythologie galt die Schlehe als Schutzpflanze gegen böse Geister, weshalb sie häufig an Grundstücksgrenzen gepflanzt wurde.
Rezepte
Mit Korn, Zucker und Zimt – mind. 3 Monate ziehen lassen.
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