
Über die Pflanze
Oregano ist eine ausdauernde, 20-60 cm hohe Staude mit aufrechten, oft rötlich überlaufenen Stängeln. Die kleinen, eiförmigen Blätter stehen gegenständig und verströmen beim Zerreiben einen intensiven, würzigen Duft. Von Juli bis September erscheinen die rosa bis purpurvioletten Lippenblüten in dichten Rispen. In Luxemburg findet man wilden Oregano auf sonnigen Kalkmagerrasen, an Wegrändern und auf trockenen Wiesen, besonders im Osten und Nordosten des Landes. Die Pflanze ist eine wichtige Nektarquelle für Schmetterlinge und Wildbienen.
In der Schwangerschaft nur in Gewürzmengen verwenden. Hochdosierte Einnahme kann Magen-Darm-Reizungen verursachen.
Ätherische Öle (Carvacrol, Thymol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Rosmarinsäure
Trockene Kalkmagerrasen, sonnige Böschungen, Waldränder, Wegränder auf kalkhaltigen, durchlässigen Böden
Gewürz für Pizza, Pasta, Fleisch- und Tomatengerichte. Tee bei Verdauungsbeschwerden, Husten und Erkältungen. Antibakterielle und pilzhemmende Wirkung macht ihn in der Volksmedizin beliebt.
Majoran (Origanum majorana) ist milder und wird nur kultiviert. Wilder Dost ist ungiftig und hat ähnliche Eigenschaften. Verwechslung mit Thymian möglich, aber ebenfalls ungefährlich.
Der Name stammt vom griechischen 'oros ganos' (Schmuck der Berge). In der Antike galt Oregano als Symbol für Freude und wurde bei Hochzeiten verwendet. Hippokrates nutzte ihn gegen Magen-Darm-Erkrankungen und Atemwegsleiden. In der mittelalterlichen Klostermedizin war Oregano fester Bestandteil der Heilkräutergärten und wurde gegen 'böse Säfte' eingesetzt. Die intensive Verwendung als Küchengewürz verbreitete sich in Mitteleuropa erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch italienische Gastarbeiter.
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