
Über die Pflanze
Der Kleine Wiesenknopf wächst auf trockenen Wiesen, Magerrasen und an Wegrändern in ganz Luxemburg, besonders auf kalkhaltigen Böden. Die gefiederten Blätter bilden eine grundständige Rosette, aus der die bis 50 cm hohen Blütenstängel wachsen. Die jungen Blätter haben einen mild-nussigen, gurkenähnlichen Geschmack und sind besonders im Frühjahr zart. In der luxemburgischen Küche wird die Pflanze traditionell in Salaten und Kräuterquark verwendet. Die kleinen kugeligen Blütenköpfchen erscheinen von Mai bis August und sind grünlich mit roten Staubfäden.
Gerbstoffe, Vitamin C, ätherische Öle, Flavonoide, Saponine, Mineralstoffe
Trockene Wiesen, Magerrasen, Wegränder, Böschungen, bevorzugt kalkhaltige Böden
Junge Blätter roh in Salaten, Kräuterquark, Kräuterbutter, klassische Zutat der Grünen Sauce (Sieben-Kräuter-Sauce). Frische Blätter als gurkenartiges Gewürz für Suppen und Dressings. Getrocknet als Tee bei leichten Magen-Darm-Beschwerden.
Verwechslung mit anderen Wiesenknopf-Arten (Großer Wiesenknopf - Sanguisorba officinalis) möglich, diese sind aber ebenfalls essbar und ungiftig.
Der Name Sanguisorba kommt vom Lateinischen 'sanguis' (Blut) und 'sorbere' (aufsaugen) und verweist auf die traditionelle Verwendung zur Blutstillung. In der Volksmedizin wurde die Pflanze gegen Durchfall und zur Wundheilung eingesetzt. Im Mittelalter galt der Wiesenknopf als wichtige Heilpflanze in Klostergärten. In der hessischen Küchentradition ist der Kleine Wiesenknopf seit Jahrhunderten fester Bestandteil der berühmten Frankfurter Grünen Sauce.
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