
Über die Pflanze
Der Schwarze Holunder ist in luxemburgischen Hecken und Waldrändern weit verbreitet. Die duftenden Blütendolden im Mai/Juni und die reifen schwarzen Beeren im August/September sind beliebt für Sirup, Tee und Marmelade.
Rohe Beeren und alle grünen Teile leicht giftig (Übelkeit). Immer erhitzen!
Vitamin C, Anthocyane, Flavonoide, Sambunigrin (in rohen Teilen)
Hecken, Waldränder, Gärten
Hollerbléi-Sirup, Holundersuppe, Tee, Marmelade, Likör
Roter Holunder (Beeren essbar nur erhitzt), Zwerg-Holunder (giftig!)
Der Schwarze Holunder zählt zu den ältesten Heilpflanzen Mitteleuropas und wurde bereits in der Antike von Hippokrates beschrieben. In der germanischen Mythologie galt der Holunderstrauch als Wohnsitz der Schutzgöttin Frau Holle (Holla), weshalb er traditionell in Hausnähe gepflanzt und mit Respekt behandelt wurde. In der Volksmedizin Luxemburgs und Mitteleuropas wurden Holunderblüten als schweißtreibendes Mittel bei Erkältungen eingesetzt, während die Beeren zu stärkenden Säften verarbeitet wurden. Der Holunder war zudem fester Bestandteil bäuerlicher Hausgärten und diente als Apotheke des gemeinen Mannes mit vielfältigen Anwendungen von der Rinde bis zur Frucht.
Rezepte
Klassischer Hollerbléi-Sirup mit Zitrone.
Warme Beerensuppe mit Grießklößchen.
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