
Über die Pflanze
Die Herbstzeitlose blüht im Herbst krokus-ähnlich auf Wiesen. Im Frühling erscheinen die Blätter, die oft mit Bärlauch verwechselt werden. Ein einziges Blatt kann tödlich sein.
LEBENSGEFÄHRLICH! Schon 60g Blätter können tödlich sein. Kein Gegengift!
Colchicin – eines der stärksten Pflanzengifte
Feuchte Wiesen, Auenwiesen
Nur pharmazeutisch (Gicht-Medikament)
Bärlauch (Frühlingsblätter) – Herbstzeitlose hat KEINEN Knoblauchgeruch und steifere, fleischigere Blätter.
Die Herbstzeitlose war trotz ihrer hohen Toxizität seit der Antike als Heilpflanze bekannt. Dioskurides und Plinius beschrieben ihre Anwendung bei Gicht und Gelenkschmerzen, wobei die schmale Grenze zwischen Heilwirkung und tödlicher Vergiftung stets bekannt war. In der Volksmedizin Mitteleuropas wurde sie äußerlich bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt, innerliche Anwendungen waren wegen zahlreicher Todesfälle gefürchtet. Der Name verweist auf die ungewöhnliche Blütezeit im Herbst, während die Blätter erst im Frühjahr erscheinen, was zu Verwechslungen mit Bärlauch führte.
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