Foto: kallerna · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia CommonsÜber die Pflanze
Der Wacholder ist in Luxemburg vor allem auf kalkhaltigen Magerrasen, Heiden und lichten Wäldern anzutreffen. Er wächst als dichter Strauch oder säulenförmiger Baum und kann sehr alt werden. Die männlichen Pflanzen tragen gelbe Blütenzapfen, die weiblichen entwickeln die charakteristischen blauschwarzen, bereiften Beerenzapfen, die botanisch keine echten Beeren sind. Diese reifen zwei bis drei Jahre und werden traditionell als Gewürz und Heilmittel genutzt. In Luxemburg findet man ihn besonders im Müllerthal und auf den Trockenrasen des Moseltals.
Nicht bei Schwangerschaft und Nierenentzündungen verwenden. Längere Anwendung oder Überdosierung kann Nierenschäden verursachen. Nicht mit Sadebaum verwechseln – dieser ist stark giftig!
Ätherische Öle (Alpha-Pinen, Myrcen, Sabinen), Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Invertzucker, Harze
Kalkmagerrasen, Heiden, lichte Kiefernwälder, trockene Hänge, sonnige bis halbschattige Standorte auf durchlässigen Böden
Beerenzapfen als Gewürz für Sauerkraut, Wildgerichte und Gin-Herstellung. Tee bei Verdauungsbeschwerden und als harntreibendes Mittel. Räucherwerk zur Desinfektion. Holz für Schnitzarbeiten. Maximal 4-6 Beeren pro Tag verwenden.
Sadebaum (Juniperus sabina) – GIFTIG! Unterscheidung: Sadebaum hat schuppenförmige Blätter und unangenehmen Geruch, Wacholder hat nadelförmige stechende Blätter. Eibe (Taxus baccata) – SEHR GIFTIG! Hat aber flache, weiche Nadeln und rote Samenmäntel statt blauer Zapfen.
Wacholder gehört zu den ältesten Räucher- und Heilpflanzen Europas und galt als Schutzpflanze gegen böse Geister und Hexen. In der Volksmedizin wurde er gegen Pest und zur Desinfektion eingesetzt. Der Name leitet sich vom althochdeutschen 'wechalter' (immer wach, lebendig) ab, da er immergrün ist. In Luxemburg und der Eifel war Wacholderschnaps ('Mammelter') ein traditionelles Hausmittel. Die Pflanze steht heute unter Naturschutz, da ihre Lebensräume stark zurückgegangen sind.
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