
Über die Pflanze
Hoher Doldenblütler (bis 2 m) mit kahlen, bläulich bereiften Stängeln, die im unteren Teil rotbraun gefleckt sind. Die fein gefiederten Blätter erinnern an Petersilie oder Kerbel. Zerrieben riecht die Pflanze unangenehm nach Mäuseurin.
LEBENSGEFÄHRLICH! Schon kleine Mengen können tödlich sein (Atemlähmung). Weiße Doldenblütler grundsätzlich nur mit Expertenwissen sammeln. Giftnotruf 8002 5500, bei Atemnot sofort 112.
Coniin und weitere Piperidin-Alkaloide
Wegränder, Schuttplätze, Brachen, Hecken- und Gewässerränder, nährstoffreiche Böden
Keine
Wiesenkerbel, Wilde Möhre, Giersch, Petersilie, Schafgarbe – Unterscheidung: kahler, bereifter, rot gefleckter Stängel und Mäusegeruch.
Der Schierling ist als Gift des Sokrates bekannt, der 399 v. Chr. in Athen mit einem Schierlingsbecher hingerichtet wurde. In mittelalterlichen Kräuterbüchern galt er als gefürchtete Giftpflanze. Sein Hauptgift Coniin war eines der ersten Alkaloide, die künstlich hergestellt wurden (1886).
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