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Efeu
Foto: kallerna · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Giftig

Efeu

Hedera helix

Über die Pflanze

Efeu ist in luxemburgischen Wäldern und Parks allgegenwärtig und erreicht ein hohes Alter. Die Pflanze zeigt Blattdimorphismus: junge Triebe haben gelappte Blätter, blühende Altersformen ungefähr rautenförmige. Die gelbgrünen Blüten erscheinen erst im Herbst und sind eine wichtige späte Nahrungsquelle für Insekten. Die schwarzblauen Beeren reifen im Frühjahr und werden von Vögeln gefressen, die gegen das Gift immun sind. In Luxemburgs Waldgebieten wie dem Müllerthal wächst Efeu oft meterhoch an alten Buchen und Eichen empor.

Wichtiger Hinweis

STARK GIFTIG! Besonders Beeren und Blätter enthalten toxische Saponine. Schon 2-3 Beeren können bei Kindern zu Vergiftungserscheinungen führen: Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, beschleunigter Puls, Atemnot. Hautkontakt kann bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen. Niemals innerlich anwenden ohne ärztliche Aufsicht. Kinder über Gefahr aufklären.

Inhaltsstoffe

Saponine (Hederin, alpha-Hederin), Falcarinol, ätherische Öle, Polyine

Standort

Wälder, Waldränder, Mauern, Parks, Gärten; bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte auf nährstoffreichen Böden

Verwendung

Nur äußerlich in der traditionellen Medizin: Efeublätter-Extrakte in Hustensäften und Bronchialmitteln (industriell verarbeitet). Früher als Waschmittel genutzt. Heute hauptsächlich als Zierpflanze für Fassadenbegrünung und als Bodendecker.

Verwechslungen

Verwechslung mit anderen Kletterpflanzen wie Wildem Wein (Parthenocissus) möglich, dieser hat jedoch gezähnte Blätter und andere Wuchsform. Im Winter durch immergrüne Blätter eindeutig erkennbar.

Historischer Hintergrund

Efeu war im antiken Griechenland dem Gott Dionysos geweiht und symbolisierte Unsterblichkeit und Treue. Im Mittelalter galt er als Schutzpflanze gegen böse Geister und wurde an Hauswände gepflanzt. In der Volksmedizin wurden Efeublätter trotz ihrer Giftigkeit äußerlich gegen Geschwüre und Verbrennungen eingesetzt. Die alten Germanen brauten aus Efeu-Beeren ein Rauschmittel, was häufig zu schweren Vergiftungen führte. In Luxemburg ranken sich alte Sagen um efeuumrankte Burgruinen in den Ardennen.

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Giftige Pflanze – kein Rezept möglich.