
Über die Pflanze
Der Echte Lavendel ist ein mediterraner Halbstrauch, der in Luxemburger Gärten häufig kultiviert wird und gelegentlich verwildert. Die Pflanze wird 30-60 cm hoch und trägt von Juni bis August dichte, violettblaue Blütenähren. Die schmalen, lanzettlichen Blätter sind graugrün und filzig behaart. In Luxemburg gedeiht Lavendel besonders gut an sonnigen, trockenen Standorten mit durchlässigem Boden, wie in Weinbaugebieten an der Mosel. Die Pflanze zieht zahlreiche Bestäuber an und ist ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten.
Ätherisches Öl nicht unverdünnt auf Haut auftragen. In der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache. Kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen.
ätherisches Öl (Linalool, Linalylacetat, Kampfer), Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine, Rosmarinsäure
Sonnige, trockene Standorte, Gärten, Steingärten, durchlässige kalkhaltige Böden, gelegentlich verwildernd an warmen Standorten
Tee aus Blüten bei Unruhe und Einschlafstörungen, ätherisches Öl in Aromatherapie gegen Stress und Kopfschmerzen, Duftkissen, Gewürz in der Küche (sparsam), Badezusatz, Insektenschutz
Lavandin (Lavandula × intermedia) ist größer und blüht später. Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) hat breitere Blätter und höheren Kampfergehalt.
Lavendel wurde bereits von den Römern geschätzt und zum Waschen verwendet (lat. lavare = waschen). Im Mittelalter kultivierten Klöster in Mitteleuropa Lavendel als Heilpflanze gegen Nervosität und zur Wundbehandlung. In der Volksmedizin galt Lavendel als Schutz gegen böse Geister und wurde in Brautsträußen verarbeitet. Die luxemburgische Gartentradition übernahm den Lavendelanbau vor allem im 19. Jahrhundert, als mediterrane Kräuter in Bauerngärten populär wurden.
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