
Über die Pflanze
Der Breitwegerich ist in Luxemburg eine äußerst häufige Wildpflanze, die besonders auf Trampelpfaden, Wegrändern und verdichteten Böden gedeiht. Die charakteristischen breiten, parallel-nervigen Blätter bilden eine bodenständige Rosette. Die unscheinbaren grünlichen Blüten stehen in dichten, aufrechten Ähren. Als Zeigerpflanze für verdichtete Böden findet man ihn überall dort, wo Menschen oder Tiere häufig vorbeikommen. In der luxemburgischen Volksmedizin wird er 'Weebreed' genannt und hat eine lange Tradition als Heilpflanze bei Insektenstichen und Wunden.
Nur von unbelasteten Standorten sammeln, nicht direkt an stark befahrenen Straßen oder Hundewegen.
Schleimstoffe, Gerbstoffe, Aucubin, Flavonoide, Kieselsäure, Vitamin C, Zink
Wegränder, Trampelpfade, verdichtete Böden, Rasenflächen, Spielplätze, häufig in Siedlungsnähe
Frische Blätter zerquetscht als Erste-Hilfe bei Insektenstichen, Brennnesselkontakt und kleinen Wunden. Tee aus getrockneten Blättern bei Husten und Bronchitis. Junge Blätter essbar in Salaten oder als Gemüse. Samen (Flohsamen-ähnlich) quellend bei Verdauungsproblemen.
Mittlerer Wegerich (Plantago media) mit schmäleren Blättern und rosa Staubfäden; Spitzwegerich (Plantago lanceolata) mit lanzettlichen Blättern. Alle Wegerich-Arten sind ungiftig und verwendbar.
Der Breitwegerich zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen Europas und wurde bereits in der Antike von Dioskurides beschrieben. Im Mittelalter galt er als eine der neun heiligen Kräuter der Angelsachsen. Die Pflanze folgte den europäischen Siedlern nach Amerika, wo sie von den Ureinwohnern 'Fußstapfen des weißen Mannes' genannt wurde, da sie überall dort wuchs, wo Europäer siedelten. In der luxemburgischen Volksmedizin wurde der zerquetschte Saft traditionell bei Schlangenbissen verwendet.
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