
Über die Pflanze
Die Ackerminze ist eine der häufigsten wildwachsenden Minzarten in Luxemburg und Mitteleuropa. Sie bevorzugt feuchte bis nasse Standorte wie Ackerränder, Gräben und Uferböschungen. Die Pflanze wird 10-60 cm hoch und trägt lila bis rosa Blüten in Quirlen in den Blattachseln, nicht in Ähren wie andere Minzen. Ihr Duft ist intensiv minzig mit leicht scharfer Note. In Luxemburg findet man sie häufig in Flussauen der Mosel, Sauer und Alzette sowie auf feuchten Wiesen.
In der Schwangerschaft nur in geringen Mengen verwenden. Bei empfindlichen Personen kann Menthol Sodbrennen auslösen. Nicht mit Poleiminze verwechseln.
Menthol, Menthon, Limonen, Cineol, Pulegon, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe
Feuchte Äcker, Gräben, Ufer, Feuchtwiesen, Wegränder auf nährstoffreichen, feuchten Böden
Tee bei Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen. Frische oder getrocknete Blätter als Gewürz für Salate, Getränke und Desserts. Ätherisches Öl in der Aromatherapie. Minzaufguss als erfrischendes Sommergetränk.
Verwechslung mit anderen Minzarten (Wasserminze, Bachminze, Poleiminze) möglich. Poleiminze (Mentha pulegium) enthält höhere Mengen toxisches Pulegon und sollte nicht innerlich verwendet werden. Unterscheidung: Ackerminze hat Blütenquirle in Blattachseln, Poleiminze hat dichtere, rundliche Quirle.
Minzen wurden bereits in der Antike als Heil- und Würzpflanzen geschätzt. Die Ackerminze galt in der Volksmedizin als kühlend und krampflösend und wurde bei Magenleiden eingesetzt. Im ländlichen Luxemburg wurden Minzarten traditionell für Haushaltstees gesammelt und als natürliches Mittel gegen Motten und Ungeziefer verwendet. Der Name leitet sich vom lateinischen 'arvum' (Acker) ab und verweist auf ihren typischen Standort.
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